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Tiershop.de vom 20.11.2006
Sarcoptes-Räude

Bei hartnäckigem Juckreiz trotz Parasitenbehandlung lautet die Diagnose manchmal Räude. Die Hautschäden sind enorm und sehr schmerzhaft für den Hund.

Der Parasit

Die Sarcoptes-Räude wird durch Grabmilben hervorgerufen. Alle Räudeerreger gehören zur selben Art (Sarcoptes scabiei) ABER jede Spezies hat seine eigene Variation. So ist die Milbe die den Hund befällt (Sarcoptes scabiei canis) nicht auf den Menschen übertragbar. Bei einer Größe von 300-500 µm sind die Milben mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Die Übertragung

Die Milben können von einem Tier auf ein Anderes übergehen, vor allem bei engem Kontakt. Aber auch indirekt über die Umgebung, in der die Milben bei feuchter Wärme bis zu 3 Wochen überlebensfähig sind, kann eine Übertragung stattfinden.

Die Erkrankung

Die Weibchen graben bis zu 1cm lange Gänge in die Haut, in die sie ihre Eier legen. Dabei bevorzugen sie vor allem die dünn behaarte Haut an Kopf, Nacken und in der Ohrmuschel.Aus den Eiern entwickeln sich Larven, dann Nymphen, die dann schließlich zu neuen Milben werden. Diese Entwicklung dauert nur 2-3 Wochen.

Durch die Milben wird das Immunsystem zu einer heftigen allergischen Reaktion animiert. Es bilden sich rote Pusteln und Krusten oder Bläschen auf der Haut und die Räude ruft einen starken Juckreiz hervor. Durch das Kratzen scheuern die Tiere sich Haare aus und verletzen die Haut. Bakterien haben die Möglichkeit in die geschädigte Haut einzudringen und führen zu eitrigen Entzündungen. Allgemein sind die Hunde sehr gestresst und können Gewicht verlieren.

Die Diagnose

Der Tierarzt nimmt um die Milben nachzuweisen ein so genanntes tiefes Hautgeschabsel. Dabei schabt er mit einem Skalpel Haut aus den Randbereichen der betroffenen Stellen ab. Er muss so tief kratzen, dass Blut aus den kleinen Hautkapillaren austritt, damit unter dem Mikroskop später Milben zu sehen sind.

Die Behandlung

Sind die Milben sicher nachgewiesen worden so können bestimmte Medikamente angewandt werden. Dabei erfolgt die Behandlung 2 mal in einem größeren Abstand. Es sollten alle Hunde eines Haushaltes behandelt werden.


 

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