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Tiershop.de vom 09.01.2007
Richtige Prophylaxe gegen Parasiten beim Pferd

warum ein gutes Management bei der Bekämpfung so wichtig ist

Warum eigentlich?

Gründe gibt es viele. Zum einen können Parasiten natürlich lästig sein. Zum anderen können sie aber auch Krankheiten verursachen, andere Krankheitserreger übertragen und das Immunsystem des Tieres schwächen. Daraus resultiert konsequenterweise eine Leistungsminderung, was insbesondere bei Rennpferden / Turnierpferden eine besondere Rolle spielt.

Welche Ziele verfolgt ein gutes Management gegen Parasitenbefall?

Durch gezielten und geplanten, sinnvollen Einsatz von Antiparasitika - nicht nur beim Einzeltier sondern im gesamten Stall, bzw. in sämtlichen Ställen – sollen gefährliche Parasitosen eingedemmt bzw. getilgt werden. Dabei handelt es sich beispielsweise um Erkrankungen wie Sarcoptes- und Psoroptesräude, Beschälseuche usw.

Außerdem sollen natürlich Parasitosen bekämpft werden, die sich klinisch nicht direkt, sondern „nur“ durch eine Minderung der Leistung äußern, bzw. durch solche subklinisch erkrankten Tiere häufig weiterverbreitet werden.

Und nicht zuletzt ist es natürlich wichtig, klinisch durch Parasitenbefall erkrankte Tiere zu heilen.

Worauf beruht ein sinnvolles Management?

Um die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen sinnvoll zu planen, müssen natürlich die jahreszeitlichen Abläufe berücksichtigt werden. Jeder Parasit hat seinen eigenen Lebenszyklus – der wiederum auch abhängig von den gegebenen klimatischen Verhältnissen ist. Primär wird die Bekämpfung auf die Begrenzung der parasitären Infektionsmöglichkeiten in der Umwelt der Pferde ausgerichtet.

Es gilt, nicht „je mehr, desto besser“ denn ein Einsatz der Antiparasitika zum falschen Zeitpunkt hat keinerlei Auswirkungen auf das Verhindern eines Parasitenbefalls. Schlimmer noch: es können durch zu häufige Gabe Resistenzen geschaffen werden, die ein zukünftiges Behandeln mit eben diesem Mittel völlig wirkungslos macht.

Es gilt also: „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ und das zu einem therapeutisch sinnvollen Zeitpunkt!
Dabei ist es von besonderer Bedeutung, neben dem Einsatz von Antiparasitika auch intensive stall- und weidehygienische Maßnahmen zu ergreifen.

Außerdem ist es natürlich – besonders für den Besitzer – von besonderem Interesse, dass der ökonomische Aufwand der Bekämpfungsmaßnahmen in Relation zu dem zu erzielenden Nutzen steht. Beispielsweise kann eine Arzneimittelresistenz im Übrigen auch entstehen, wenn man ein Mittel nicht zu häufig, aber dennoch regelmäßig anwendet. Es ist also eine Kontroll- oder Erfolgsuntersuchung von Zeit zu Zeit durchaus sinnvoll und auch lohnenswert, denn aus Kostengründen darauf zu verzichten würde bedeuten, dass man andererseits möglicherweise sinnlos in Mittel investiert, die keinerlei Wirkung zeigen.

Sie möchten Einzelheiten?

Hier geht's zum Artikel "Richtig Entwurmen beim Pferd"
Weitere Artikel zum Thema Prophylaxe werden bereits verfasst und sind bald für Sie online!


 

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