![]() |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Tiershop.de vom 13.11.2006MagendasselfliegenDie Gasterophilose (Befall mit Magendasselfliegen) ist eine Weideparasitose. Die Larven werden von den Pferden über das Maul aufgenommen und siedeln sich im Magen an. Der Parasit In der Familie der Magendasselfliegen gibt es verschiedene Gattungen. Die häufigste einheimische Art ist Gasterophilus intestinalis. Die Entwicklung der Fliegen umfasst das Ei, drei Larvenstadien, ein Puppenstadium und das Imago (vollentwickelte Magendasselfliege). Die erwachsenen Gasterophilus-Fliegen sehen aus wie behaarte Hummeln und sind ca. 8-18 mm groß. Die Eier sind 1-2 mm groß und erscheinen weiß-gelblich. Die Infektion Im Sommer während windstiller, sonniger Tage ist Flug- und Paarungszeit. Nach der Begattung legen die Fliegen 160-2500 Eier pro Weibchen ab. Die wiederstandsfähigen Eier werden an das Deckhaar von Pferden angeklebt. Dabei bevorzugen die Dasselfliegen vor allem die Vorderbeine. Durch Belecken der Beine nimmt das Pferd die geschlüpften Larven auf, die sich in die Mundschleimhaut einbohren und eine weitere Entwicklung durchmachen. Dann begeben sie sich zwischen September und Dezember in den Magen-Darm-Trakt des Pferdes. Die Larven von Gasterophilus intestinalis setzen sich an die Magenschleimhaut an. Sie sind dann ca. 1cm groß und bräunlich gefärbt. Es können je nach Befallsintensität hunderte Larven gleichzeitig an der Schleimhaut hängen. Erst im Frühsommer werden sie mit dem Kot ausgeschieden und verpuppen sich im Erdboden. Zwischen Juli und August schlüpfen die erwachsenen Fliegen und ein neuer Zyklus beginnt. Die Symptome Ein klares Bild ergeben die Symptome nicht. Häufig beobachten Pferdebesitzer eine vermehrte Unruhe ihrer Tiere während der Flugzeit der Dasselfliegen. Sie stehen oft dicht beieinander und formen Kreise indem die Köpfe zueinander und dicht am Boden gehalten werden. Bei der Reinigung der Beine fallen die gelblich, keilförmigen Eier auf. Auf ihrem Weg durch den Körper hinterlassen die Larven kleine Verletzungen in der Maulschleimhaut. Im Winter, während die Larven im Magen der Tiere sitzen, kommt es zu Veränderungen der Magenwand, wie zum Beispiel Schwellungen, Wucherungen und Blutungen. Stark befallenen Pferde haben Verdauungsstörungen, zeigen manchmal Koliksymptomatik, magern ab und bekommen eine Blutarmut. Die Diagnose Bei Einzeltieren lässt sich der Befall durch eine Gastroskopie sicher nachweisen. Dabei kann auch die Befallsintensität genau festgelegt werden. Die Therapie und Prophylaxe Die Bekämpfung der Fliegen durch Insektizide oder Repellentien während der Flugzeit hat sich in der Praxis als schwierig erwiesen. Sinnvoller sind Waschungen der mit Eiern behafteten Körperstellen mit speziellen Waschlotions. Die sicherste Behandlung bereits befallener Tiere ist eine Wurmkur mit den Wirkstoffen Ivermectin, Ivermectin+Praziquantel oder Moxidectin. Diese können in Pastenform über das Maul eingegeben werden. Wichtig ist, dass die Behandlung zwischen Ende September bis spätestens Anfang Dezember stattfindet, damit die Larven wirkungsvoll bekämpft werden.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mein Konto | Kontakt | Impressum | | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||