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Tiershop.de vom 19.12.2006Herpesviren-Infektion beim PferdHerpesviren, eine sehr schlimme Infektion bei Pferden! Herpesviren-Infektionen beim Pferd
Eine Besonderheit der Herpesviren ist ihre Tierartspezifität, d. h. Pferde (Equine)-Herpesviren sind nur auf Pferde übertragbar. Derzeit unterscheiden wir 4 verschiedene Equine Herpesvirus (EHV)-Infektionen mit jeweils spezifischen Erregen.
Ursache für den plötzlichen und meist ohne Vorzeichen auftretenden Verlust eines ungeborenen Fohlens in den letzten Wochen/ Monaten der Trächtigkeit ist in der Regel eine EHV-Infektion. Diese Tatsache hat den Virusabort in den Vordergrund der Vorbeugungsmaßnahmen gestellt. Bedauerlicherweise wurden die nicht in der Zucht stehenden Tiere in die Impfprophylaxe nur wenig mit einbezogen. Nach neuesten Untersuchungen (Herbst et al. in den Vordergrund der Vorbeugungsmaßnahmen gestellt. Bedauerlicherweise wurden die nicht in der Zucht stehenden Tiere in die Impfprophylaxe nur wenig mit einbezogen. Nach neuesten Untersuchungen (Herbst et al. 1992) waren bereits über 80 % unserer Pferdepopulation mit dem Herpesvirus in Kontakt. Als Erreger von Atemwegserkrankungen hat somit das Herpesvirus inzwischen weit größere Bedeutung erlangt als das Influenza-Virus (bei knapp 60 % unserer Pferde). Die enormen Verluste infolge Herpesvirus-Infektion im Lipizzaner-Gestüt Piber/Österreich hat somit das Herpesvirus inzwischen weit größere Bedeutung erlangt als das Influenza-Virus (bei knapp 60 % unserer Pferde). Die enormen Verluste infolge Herpesvirus-Infektion im Lipizzaner-Gestüt Piber/Österreich 1982/83 brachten diesen Erreger verstärkt ins Bewußtsein der Pferdewelt. Dieser Seuchenzug im nicht geimpften Bestand forderte den Verlust von über 30 Fohlen und Stuten hauptsächlich durch die zentralnervöse Verlaufsform.
Um die durch EHV-Infektionen bedingten Verluste - seien es Aborte oder Festliegen, insbesondere aber die Leistungsminderungen in der Folge von Atemwegserkrankungen - einzudämmen, müssen wir die Besonderheiten der Erreger zur Kenntnis nehmen und unsere Vorbeugemaßnahmen auf diese Besonderheiten abstimmen. Wirtsspezifität und Persistenz Eine weitere Besonderheit der Herpesviren, neben ihrer Tierartspezifität, ist die Persistenz, das andauernde Verweilen des Erregers im einmal infizierten Organismus. Dies bedeutet in der Praxis, daß das einmal infizierte Pferd zum dauernden Virusträger, d. h. Infektionsherd wird. Durch Einnisten in bestimmte Körperzellen entzieht sich das Virus der Immunabwehr. Zum Virusausscheider wird so ein Pferd jedoch erst, wenn durch Streßeinwirkung die Abwehrkräfte geschwächt werden und sich die aus dem"Versteck" hervorwagenden Herpesviren vermehren können. In diesem Fall kann eine massive Virusauscheidung ohne das Auftreten von Krankheitserscheinungen erfolgen. Maßgebliche Streßfaktoren sind: körperliche Überbelastung, Standortwechsel, Fehler in der Fütterung und Haltung sowie Parasitenbefall oder auch hormonelle Störungen. Um die Reaktivierung der Herpesviren und Neuinfektionen zu verhindern, gilt dem Aufbau und dem Erhalt des spezifischen Immunschutzes unsere volle Aufmerksamkeit. Durch die vom Impfstoffhersteller empfohlene Grundimmunisierung sowie termingerechte Wiederholungsimpfungen ist ein Schutz am ehesten gesichert. Impfen ist Bestandteil der Pferdehaltung, nur die regelmäßige und konsequente nur die regelmäßige und konsequente Impfung aller Pferde eines Bestandes gewährleistet die gewünschte Gesunderhaltung.
Speziell zum Schutz gegen Virusabort soll eine weitere Eigenart des Herpesvirus erwähnt werden: die Inkubationszeit, d. h. der Zeitraum zwischen Infektion und Auftreten von Krankheitssymptomen, in diesem Falle ist dies das Ausstoßen der Frucht.
Da aber auch lebensschwach geborene Fohlen die Folgen einer EHV-Infektion sein können, ist auch später, d. h. im 8. Trächtigkeitsmonat eine weitere Impfung erforderlich. Aufgrund der erwähnten Eigenheiten der Herpesviren muß man sich bei der Immunprophylaxe über bestimmte Fakten im klaren sein: Vorteilhaft für die Bekämpfungstrategie ist die Wirtsspezifität Wirtsspezifität des Herpesvirus: Außer den Einhufern, einschließlich Esel, sind keine weiteren Tierarten als Virusreservoir zu berücksichtigen. Nachteilig für die Bekämpfung ist die Persistenz des Herpesvirus im Organismus und seine Unangreifbarkeit in diesem Stadium. Die Tilgung der Herpesviren in einem Bestand bzw. in einem Zuchtverband ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu erreichen. Dagegen kann mit Hilfe der konsequenten Impfung aller Tiere einer Population die Reaktivierung der latenten Infektion und somit die Vermehrung und Streuung von Viren deutlich verringert werden. Die frühzeitige Einbeziehung der Fohlen, ab dem 4. Lebensmonat, in das Impfprogramm ist hierbei von nachhaltiger Bedeutung. des Herpesvirus im Organismus und seine Unangreifbarkeit in diesem Stadium. Die Tilgung der Herpesviren in einem Bestand bzw. in einem Zuchtverband ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu erreichen. Dagegen kann mit Hilfe der konsequenten Impfung aller Tiere einer Population die Reaktivierung der latenten Infektion und somit die Vermehrung und Streuung von Viren deutlich verringert werden. Die frühzeitige Einbeziehung der Fohlen, ab dem 4. Lebensmonat, in das Impfprogramm ist hierbei von nachhaltiger Bedeutung. Impfschema EHV1-Monovakzine
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